Montag, 14. Juli 2008

Mobiler Erste-Hilfe Assistent

Erste Hilfe rettet Leben. Tatsächlich würden aber etwa nur ein Drittel der ÖsterreicherInnen in einer Notsituation helfend einschreiten. Laut einer Befragung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit haben drei Viertel der Befragten Angst etwas falsch zu machen. Bei vielen liegt der Erste Hilfe-Kurs darüber hinaus mehr als zehn Jahre zurück. Nur knapp 4 Prozent können die richtige Reihenfolge der Maßnahmen an einem Unfallort nennen.

Der Samariterbund bietet deshalb ein innovatives Service:Erste Hilfe am Handy. Ein kurzer Download reicht und Sie haben auf Knopfdruck genaue Anleitungen für den Ernstfall bereit – übersichtlich, jederzeit abrufbar und unabhängig vom Netzempfang. Ob Herzinfarkt, Verkehrs- oder Sportunfall, Schritt für Schritt weist das Handy die Ersthelferin an. Die wertvollen, oft lebensrettenden Minuten bis zum Eintreffen einer Rettungsorganisation am Unfallort, gehen so nicht verloren.

Quelle: www.dersamariter.at

Dienstag, 1. Juli 2008

Last Exit Flucht

Mit einem Browser-Spiel will das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) Kindern und Jugendlichen anschaulich vermitteln, was es bedeutet, die eigene Heimat verlassen und in einem fremden Land ganz von vorn anfangen zu müssen. Außerdem liefert "Last Exit Flucht" Hintergrundinformationen zum Thema Flüchtlinge und Menschenrechte sowie einen LehrerInnenleitfaden mit zahlreichen Vorschlägen für den Einsatz im Unterricht.

Das Spiel besteht aus drei Teilen: In "Krieg oder Konflikt" muss sich der Spieler einem Polizeiverhör stellen. Regimekritische Antworten werden von den Ordnungskräften mit Gewalt geahndet. Der Spieler hat nur eine einzige Möglichkeit, der Haft zu entgehen: die Flucht. In rund einer Minute muss er entscheiden, was er für die ungewisse Zukunft in einem ganz neuen Land braucht.

Ist die Grenze endlich überschritten, sind damit noch längst nicht alle Hürden überwunden: Man muss zuerst den Dolmetscher finden, um sich überhaupt verständlich machen zu können. Auch der erste Schultag in einer neuen Klasse ist nicht leicht, wenn Kultur und Sprache völlig fremd sind.

Am Beginn des dritten Teils hat der Spieler einen wichtigen Schritt geschafft: Sein Asylantrag wurde genehmigt, er ist damit ein anerkannter Flüchtling. Doch jetzt muss er sein Leben neu organisieren. Die konkreten Aufgaben: einen Sommerjob finden, ein Handy kaufen, die neuen Nachbarn kennen lernen. Bei alldem ist man ständig mit Vorurteilen konfrontiert: "Der nimmt uns die Arbeit weg!", "Der stiehlt sicher, sobald man ihm den Rücken zudreht". Sätze, die leider nicht nur in der virtuellen Welt fallen.

Als Ergänzung informiert das Fakten-Web über Flüchtlingsfragen und Menschenrechte. Jedem Kapitel des Spiels steht ein eigener Infoteil gegenüber. In Texten und Videosequenzen kommen Flüchtlinge selbst zu Wort und es wird ein Einblick in die Situation in verschiedenen Ländern gegeben.

Der LehrerInnenleitfaden zu Last Exit Flucht enthält Vorschläge für Rollenspiele und Gruppendiskussionen zu den jeweiligen Spielabschnitten. Zusätzlich liefert er weitere Hintergrundinformationen und Anregungen zum selbstständigen Weiterforschen.

URL: www.LastExitFlucht.org

Quelle: UNHCR-Website