Donnerstag, 30. August 2007

Lernmodule aus EU-Projekt zur kostenlosen Nutzung

Wie E-Learning für KMUs langfristig zum Gewinn werden kann, hat das Berliner Beratungsunternehmen structura GbR - gefördert durch EU-Mittel - in zwei Projekten unter dem Titel "lernen - just in time" untersucht. Alle daraus resultierenden Lernmodule stehen kostenlos auf dem Portal der Fachschule ver.di (http://www.fachschule-verdi.de/index_aktuell.html) zur Verfügung.

Im Rahmen der Projekte wurden E-Learning-Module und Lehrbriefe zum Einsatz in kleineren und mittleren Unternehmen produziert. Als Teil des Projektes wurde ebenfalls eine Bedarfsanalyse durchgeführt. Die resultierenden Lernmodule wurden in Folge nach den Wünschen der NutzerInnen umgesetzt.

Quelle: Checkpoint E-Learning.

Samstag, 25. August 2007

Lebendige Geschichte

Im Rahmen des Projekts „Erlebte Geschichte“ schildern Kölner Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ihre Lebensgeschichten. So entsteht – bei deutlicher Schwerpunktsetzung auf die Zeit von 1933 bis 1945 - ein vielseitiges und umfassendes Bild der Kölner Stadtgeschichte im 20. Jahrhundert – eine Art kollektiven Gedächtnisses in Form eines Videoarchivs.

Über alltägliche, heute aber oft vergessene Dinge wird ebenso berichtet wie über Großereignisse; auch Elternhaus, Schule, Ausbildung und Freizeit sind in jedem Gespräch wiederkehrende Themen. Darüber hinaus geben die Interviewten Auskünfte über ihre Einstellungen und Verhaltensweisen während der NS-Zeit sowie über den Umgang mit der Vergangenheit nach 1945. Das Erzählspektrum reicht hierbei von teils noch heute nachwirkender Begeisterung bis hin zu traumatischen, oft bis heute fortwirkenden Verfolgungserlebnissen. Die Interviews sind – um Fotos und Dokumente ergänzt – als Filme in ihrem lebensgeschichtlichen Zusammenhang erhalten. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, sämtliche Erinnerungen nach thematischen Aspekten auszuwählen und die entsprechenden Videoclips miteinander zu vergleichen. Es ist die sich hieraus ergebene Unterschiedlichkeit von Verhaltensweisen und Wahrnehmungen, die einen neuen, das allgemeine Verständnis fördernden Einstieg in die Zeit des Nationalsozialismus erleichtert.

http://www.eg.nsdok.de


Montag, 20. August 2007

Brainexplorer

Der „Brainexplorer“ des dänischen Lundbeck-Instituts führt in Struktur und grundlegende Funktionen des menschlichen Gehirns ein. Viele bunte Bilder motivieren den Surfer, und alle schwierigen Begriffe sind verlinkt: Anklicken und schon öffnet sich ein Fenster mit der Definition, oft ergänzt durch eine Grafik. Der Brainexplorer liefert aber auch Informationen zu verschiedenen Erkrankungen des zentralen Nervensystems, wie Alzheimer-Krankheit oder Depression. Hier zeigt sich Zielsetzung des Instituts: Es möchte Laien wie Fachleute über die Krankheiten und entsprechende Therapien informieren.

Das Lundbeck Institut gehört zur Lundbeck International Neuroscience Foundation, die wiederum von Lundbeck A/S finanziert wird, einer dänischen Pharmafirma. Die Stiftung ist vom Unternehmen unabhängig, weshalb die Informationen im Explorer nicht der Werbung dienen. Die einzige diesbezügliche Botschaft lautet: Es gibt wirksame Medikamente gegen die Folgen neurodegenerativer Krankheiten, und Betroffene sollten sie verwenden.

Wer den Brainexplorer als Lernprogramm nutzen will, steigt am besten über das Auswahlmenü in ein Thema ein und klickt sich durch die Links. Wenn der Benutzer nur die Bedeutung eines bestimmten Begriffs sucht, steht ihm ein Glossar zur Verfügung. Auch von dort kann er in die Lernumgebung einsteigen. Der Link Further reading präsentiert Bücher zum Thema, die auch für Laien verständlich sind.

URL: http://www.cnsforum.com/resources/brainexplorer/


Mittwoch, 15. August 2007

Online-Knigge

Das sächsische Partnerprojekt "Bildungsforum Südwestsachsen" bietet einen kostenlosen Online-Kurs für das richtige Verhalten im Berufsleben."Dieser Knigge-Lernkurs soll als Ratgeber helfen, sich mit den entsprechenden Regeln und Verhaltensformen für die berufliche Umgebung vertraut zu machen", berichtet Prof. Dr. Roland Schöne, Inhaber der Professur für Erwachsenenbildung und betriebliche Weiterbildung der TU Chemnitz. Der Kurs ist ähnlich einem geschäftlichen Tagesablauf strukturiert und bietet sechs aufgabenbezogene Lektionen. Diese behandeln die Bereiche Meeting, Firmenfeier, Geschäftspost, Geschäftsessen, Berufskleidung und Empfang.

"Der Kurs-Teilnehmer wird am Bildschirm mit Hilfe eines unterhaltsamen Textes durch diese Bereiche geleitet und mit Geschäftssituationen vertraut gemacht, in denen gutes Benehmen von Bedeutung ist", ergänzt Projektmitarbeiterin Katja Wagner. Im Text selbst befinden sich Verknüpfungen, wo Themen vertieft werden. Der "Online-Knigge " kann auch als Nachschlagewerk genutzt werden. Durch die alphabetische Ordnung in der Art eines Lexikons lassen sich schnell und einfach ausführliche Informationen zu einem bestimmten Thema finden. Hilfreich sind dabei Literaturangaben und weiterführende Links.

Mittwoch, 08. August 2007

Jugend verstehen

Das seit 2002 bestehende und gerade überarbeitete Portal Jugendszenen.com liefert fundierte Einblicke in die Lebenswelten von Jugendlichen in einem übersichtlichen Format und stellt aktuelle Erkenntnisse aus der Jugendforschung kostenlos zur Verfügung.

Das Portal präsentiert Szene-"Steckbriefe" und ermöglicht damit schnelle Einblicke in, aber auch tiefergehende Durch-Blicke durch spannende Lebenswelten. Ziel ist die sukzessive Präsentation möglichst vieler, im Idealfall "aller" aktuellen Jugendszenen. Jugendszenen.com richtet sich an alle Interessierten am Thema 'Jugendszenen' innerhalb und außerhalb der Wissenschaft. Die BetreiberInnen laden nicht nur zum Lesen ein, sondern auch zum Kommentieren, Kritisieren und Mitgestalten.

Jugendszenen.com basiert auf umfangreichen Forschungsaktivitäten am Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie von Prof. Dr. Hitzler (Uni Dortmund).

Mittwoch, 01. August 2007

Online Wörterbuch zur Sprache des 21. Jahrhunderts

Seit dem Jahr 2000 sammelt der Tübinger Computerlinguistiker Lothar Lemnitzer neue Wörter. Ob simsen, wakeborden, Moblog, trendy oder retro - Lemnitzer spürt sie auf und stellt sie im Internet-Lexikon "Wortwarte" der Öffentlichkeit zur Verfügung. Für dieses Projekt wertet er täglich die Online-Ausgaben der wichtigsten deutschen Tages- und Wochenzeitungen aus.

Beim Auffinden der neuen Wörter hilft ihm ein so genanntes Referenzkorpus, das den Stand der deutschen Sprache der 80er- und 90er-Jahre repräsentiert. Die passende Analysesoftware hat Tylman Ule, ebenfalls Sprachwissenschaftler in Tübingen, entwickelt. Mit Hilfe dieses Programms werden in den Online-Zeitungen gefundene Wörter, die bereits im Referenzkorpus vorkommen, "aussortiert". Übrig bleibt eine Liste von 1500 bis 2000 neuen Wörtern am Tag. Nach Abzug von Tippfehlern und uninteressanten Verbindungen entstand bis heute ein Wörterbuch mit 20.000 Einträgen. Dabei wird jedes Wort grammatisch beschrieben, einem Bedeutungsfeld zugeordnet und durch mindestens einen Beleg dokumentiert.
"Zu Anfang war das alles nur als Fallstudie gedacht, um den Wert eines deutschen Referenzkorpus zu zeigen", erklärt Lothar Lemnitzer. "Dann hat sich das Projekt aber verselbständigt." Die Wortwarte enthält zwar viele Gelegenheitsbildungen, die in einem allgemeinsprachlichen Wörterbuch fehl am Platz wären, aber mittlerweile hat die linguistische Forschung diese so genannten Okkasionalismen und ihren Wert für die Alltagskommunikation entdeckt. Die Etablierung eines neuen Wortes überprüft Lemnitzer durch regelmäßige Google-Abfragen. Findet die Suchmaschine mehr als 1000 Belege, sei das - so Lemnitzer - auch für Lexikographen ein Grund, sich das Wort für die nächste Auflage des Wörterbuchs zu merken.

URL: http://www.wortwarte.de

Quelle: http://www.idw-online.de